Megakatrastrophe in Nepal

Es ist das schwerste Erdbeben in Nepal seit Jahrzehnten. In der Himalaya-Region berichten die Menschen von eingestürzten Häusern und aufgerissenen Straßen. Bisher sind mehr als 6.200 Tote geborgen, die Opferzahl steigt weiter.

Nepal ist am 25.04. gegen Mittag von einem Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert worden. Bis zu 5.000 Nachbeben und ein weiterer heftiger Erdstoß mit einer Stärke von 6,7 führten zu zahlreichen Todesopfern in der gesamten Himalaya-Region. In Nepal und in den Grenzgebieten der umliegenden Länder China, Indien und Bangladesch starben Menschen, als ihre Häuser über ihnen zusammenfielen. Bereits am Samstag koordinierte ADRA International erste Hilfsmaßnahmen und stellte für die Soforthilfe 100 000 US$ bereit. Prakash Thakur, Mitarbeiter von ADRA Deutschland, ist in Kathmandu eingetroffen um mit dem lokalen ADRA Büro die weiteren Hilfsmaßnahmen abzusprechen.  

Hunderttausende Menschen haben aus Angst vor weiteren Erdbeben die Nacht im Freien verbracht. Trinkwasser und Lebensmittel sind knapp, die Stromversorgung und Kommunikationsnetze sind teilweise zusammengebrochen, Blutkonserven und Medikamente gehen zur Neige. Regenfälle verschlechtern die Situation für die obdachlos gewordenen Familien zusätzlich.   

Projektleiter Thomas Petracek von ADRA Deutschland ist angesichts der Katastrophe erleichtert, „dass  unser ADRA Gebäude in Kathmandu steht und dass keinem der ADRA Mitarbeiter etwas passierte. Sie versuchen bereits zu helfen, auch wenn sie selbst betroffen und traumatisiert sind.“ 

Nikolaus Kirchler ist Koordinator für die Region Asien Süd und befindet sich in ständigem Kontakt mit den ADRA-Partnerbüros, um die notwendigen Schritte zu vereinbaren. ADRA Deutschland hat 20 000 Euro für erste Maßnahmen bereitgestellt und bittet um weitere Spenden, die dringend benötigt werden. 

Es war das stärkste Erdbeben in Nepal seit mehr als 80 Jahren. In der Hauptstadt Kathmandu stürzten Gebäude und jahrhundertealte Tempel ein, Straßen rissen auf. Wegen der zerstörten Infrastruktur ist das gesamte Ausmaß der Katastrophe bisher nicht abzusehen. Krankenhäuser und Leichenhäuser sind überfüllt.  (Martin Haase, Pressesprecher ADRA Deutschland)


Damit Menschen wieder hoffen können

Immer wieder wird Afrika in einem Atemzug mit Bürgerkriegen, Hungersnöten, Epidemien und einer schlechten Wirtschaftslage genannt. 2011 beispielsweise waren knapp 12 Millionen Menschen am Horn von Afrika akut vom Hunger bedroht.


Doch auch im Westen Afrikas ist Hunger an der Tagesordnung. Die Menschen in Burkina Faso, Mauretanien, Mali und anderen Ländern in Westafrika kämpfen häufig mit langen Dürreperioden. Die Folge: Ein viel zu geringer Ernteertrag. Oft bleibt zum Essen nur eine Schale Reis am Tag – wenn überhaupt. Drastisch verschlimmert wird die Situation durch Nahrungsmittelspekulationen. 2012 standen in Westafrika 18 Mio. Menschen vor einer Hungersnot.Ein wichtiges Zielland für die Hilfe von ADRA ist daher in diesem Jahr Westafrika.

Was können Hilfsorganisationen leisten, um den vielen Familien, die täglich ums Überleben kämpfen, nachhaltig zu helfen? Wie kann auf Dauer fremde Unterstützung überflüssig werden? Wenn Sie am Thema interessiert sind, klicken Sie auf das Bild links...

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Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe "ADRA Deutschland e. V." ist eine staatlich anerkannte Nichtregierungs-organisation (NRO). Sie wurde 1987 von der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland gegründet.

Getreu dem Motto "Damit Menschen wieder hoffen können" arbeiten wir mit vielen internationalen Partnern daran, dass der Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde Einhalt geboten wird... Gemeinsam mit Stars wie Herbert Grönemeyer, Bono von U2 und der UNESCO waren wir etwa an der Kampagne "Gemeinsam für Afrika" 2007/2008 beteiligt. Als Gründungsmitglied der "Aktion Deutschland hilft" engagieren wir uns gemeinsam mit starken Partnern für notleidende Menschen in der ganzen Welt.

ADRA steht für: Adventist Development and Relief Agency. Wir sind eine Nichtregierungsorganisation (NRO), die sich für die Entwicklung in bedürftigen Ländern einsetzt.