Aktuelle Termine in der Adventgemeinde Chemnitz

Stellungnahme zu den Ereignissen in Chemnitz am 26.und 27. August

Chemnitz, 29.08.2018

 „Jagd dem Frieden nach mit jedermann“ (Hebr. 12,14)

 

Gewalttätige Straftaten, wie sie in den letzten Tagen in Chemnitz zu erleben waren rufen Erschrecken, Empörung und Trauer hervor. Wir wenden uns gegen jegliche Form seelischer und körperlicher Gewaltanwendung. Wir beklagen die zunehmende Gewaltbereitschaft und die Unfähigkeit vorhandene Konflikte gewaltlos zu lösen. Wir nehmen Anteil an dem Schicksal der Gewaltopfer und trauern mit den Hinterbliebenen des getöteten 35-jährigen jungen Mannes aus Chemnitz. Wir treten für Frieden und Gerechtigkeit ein und wenden uns gegen Einstellungen, die Hass mit neuem Hass begegnen.

 

Dem Frieden nachzujagen bedeutet für uns, jedem Menschen mit Respekt, Würde und in Gerechtigkeit zu begegnen. Das bedeutet auch nach Ursachen von Gewalt zu forschen, Gewalt entgegenzutreten, Opfer zu schützen, Gewalttaten aufzuklären und Gewalttäter nach geltendem Recht zu verurteilen. Wir vertrauen dabei der rechtstaatlichen Ordnung und wenden uns gegen alle Versuche der Selbstjustiz. 

 

Dem Frieden nachzujagen bedeutet nicht Menschen zu jagen, sondern Wege für ein friedliches Miteinander zu finden und Hass zu überwinden. Wir beklagen, dass gewaltbereite Gruppen dieses Ziel unterwandern und sich zum Sprachrohr machen. Sie sprechen nicht für uns!  

 

Mit anderen Christen rufen wir auf zum Gebet für Frieden und Gerechtigkeit. Wir beten für uns als Bürger dieser Stadt. Wir beten um verantwortliches Reden und Handeln. Wir beten um ein neues Miteinander auf einem gemeinsamen Weg des Friedens.

 

Für die Adventgemeinde Chemnitz

Wilfried Kindler, Tobias Krahl, Mirko Goy (Gemeindeleiter)

Jens Fabich (Pastor)

Stellungnahme der Freikirche der STA in der Berlin-Mitteldeutschen Vereinigung
29-08-2018 Stellungnahme BMV.docx
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